Ein neues Kalenderjahr kann ein guter Zeitpunkt sein, um einen neuen, frischen Blick auf Ihre Geschäftsplanung und Ihr Performance Management zu werfen. Was hat gut funktioniert? Was hat nicht geklappt? Wo soll man anfangen? Lassen Sie uns für ein paar Minuten zu den Grundlagen zurückkehren: Von der Definition von Enterprise Performance Management bis hin zu seinem Business Value. Wie passt EPM in die bestehende Technologie-Architektur eines Unternehmens? Warum versuchen moderne Unternehmen, ihre Performance Management Fähigkeiten zu verbessern?

Enterprise Performance Management (EPM) ist eine Reihe von Geschäftspraktiken, Prozessen und Werkzeugen, die es Unternehmen ermöglichen, ihre strategischen Ziele und ihre taktische Ausführung besser zu planen und zu bewerten, um die Leistung und den Erfolg des Unternehmens zu verfolgen. EPM ist auch als Corporate Performance Management (CPM) bekannt.

Der Umfang von EPM

In einer perfekten Welt wünschen wir uns ein EPM-System, das die unternehmensweite Planung, das Reporting und die Analyse steuert.

Traditionell haben Unternehmen diese Prozesse im Rahmen ihrer Controllingaktivitäten betrachtet. Bei diesem Ansatz mussten Abteilungsleiter wie Vertrieb, Personalabteilung und Operations ihre eigene Teilmenge oder persönliche Interpretation des Finanzplans erstellen. Beispielsweise müssen Vertriebsleiter die Umsatzziele auf verschiedene Umsatzarten aufteilen: Sparten und Quotenträger; HR- und Betriebsleiter müssen ihre Kapazitätsplanung aufbauen usw.  EPM überbrückt die Lücke zwischen diesen verschiedenen Planungssilos und unterstützt die Planung, Analyse und das Reporting von Geschäftsergebnissen, KPIs und mehr.

Wir können dies als einen Prozess betrachten:   

  • Sammlung von unternehmensweiten finanziellen und nicht-finanziellen Daten
  • Analyse und Berechnung der wichtigsten KPIs
  • Organisatorische, strategische, hochrangige Ziele und Vorgaben setzen
  • Kaskadenförmige Einteilung der Ziele in Funktionsbereiche der Organisation
  • Zielvorgabe für ausgewählte Business Driver
  • Erfolgsmessung und Neuprognose

Die Verbindung zwischen EPM, ERP und BI

Enterprise Resource Planning (ERP) und Customer Relationship Management (CRM) Systeme sind in erster Linie transaktionale Systeme. Die primäre Rolle dieser Art von Systemen ist die Optimierung und Erfassung von Daten aus täglichen Prozessen und Transaktionen, um bestimmte Ziele zu erreichen.

Die Bezeichnung Enterprise Resource Planning (ERP) kann irreführend sein. Enterprise Performance Management (EPM)-Systeme unterscheiden sich von anderen und sind speziell als Ergänzung zu Systemen wie ERP und CRM konzipiert.

Die Rolle eines Enterprise Performance Management-Systems besteht darin, einen Überblick über die Leistung der gesamten Organisation zu geben, basierend auf den Daten, die mit diesen anderen Systemen in einer symbiotischen Beziehung erfasst wurden. Darüber hinaus ermöglicht EPM in den meisten Fällen die Aktualisierung von Organisationsplanungsdaten auf der Grundlage verschiedener Geschäftsfaktoren und die Berechnung von Geschäftsregeln (d.h. Rabatte, Verrechnungen, Wachstum, etc.).

Business Intelligence (BI)-Systeme bieten einige Funktionalitäten, die sich mit EPM-Systemen überschneiden können. Beispielsweise ist die Erstellung eines Berichts “Ist vs. Budget” eine Funktionalität, die sowohl von BI- als auch von EPM-Systemen unterstützt werden kann. Um jedoch einen vollständig vereinheitlichten Planungsprozess – Erstellung und Sammlung der Plandaten, Budgetierung und Prognose, Simulation und Datenerfassung von Planzahlen und Treibern – zu unterstützen, sollte idealerweise ein EPM-System vorhanden sein, um die Vorteile der Daten, die dieser Prozess bietet, voll auszuschöpfen.

Zusammenfassung

Enterprise Performance Management ist mehr als nur ein System. Es ist eine organisatorische Plattform, um die strategische Planung und die Ziele mit Menschen und Prozessen zu steuern und dynamisch auszurichten. EPM-Systeme bieten die Möglichkeit, Silos und unzusammenhängende Planungsprozesse zusammenzuführen und ermöglichen eine flexiblere, nachvollziehbare und transparentere Leistungsverfolgung und Zielfestlegung im gesamten Unternehmen.