Entscheidungsfindung ist eine Kunst für sich, die von Führungskräften stetig geformt und geschaffen wird. Aber wann ist sie gelungen? Gute Entscheidungsfindung sollte auf mehr fußen als kreativer Intuition und einem künstlerischen Sinn. Sie muss auch auf Erkenntnissen aus Daten beruhen. Effektive Entscheidungen basieren auf Datenanalyse, Planung und Umsetzung sowie Bewertung derselben und ihrer Auswirkungen (Forecasting).

Informationssysteme bieten verschiedene Werkzeuge zur Unterstützung von Entscheidungsträgern auf vielen Ebenen innerhalb einer Organisation. Lösungen für Business Intelligence (BI) und Enterprise Performance Management (EPM) zielen darauf ab, eine effektive Entscheidungsfindung zu unterstützen. In diesem Beitrag gehen wir auf häufig gestellte Fragen ein, z. B. „Wie funktioniert das?“ und „Reicht ein Tool aus, um die Anforderungen für BI und EPM abzudecken?“.

Was ist Business Intelligence?

In der modernen Organisation werden Daten gesammelt und fallen vielerorts automatisch an. Operative Systeme für ERP, CRM, HCM und ähnliche, verwandte Systeme generieren „traditionelle“ Daten. Andere Datenquellen können aus Websites, Marketingplattformen und Marktdaten entspringen.

Ohne einen geeigneten Prozess zur Erkenntnisgewinnung sind die Daten aber kaum zu gebrauchen. Modelle wie die DIKW-Pyramide (Data, Information, Knowledge, Wisdom) erklären die verschiedenen Ebenen der Datenverarbeitung und deren Wert. Ein einfaches Beispiel: Um grundlegende Informationen über unsere Umsätze zu erhalten, können wir aggregierte Daten aus unserem ERP-System abrufen. Um zu analysieren und echtes Wissen über das Kundenverhalten zu gewinnen (z. B. Umsatz nach Segmenten, Loyalität usw.), müssen wir die Finanzdaten eventuell mit Daten aus dem CRM integrieren.

Die meisten BI-Systeme unterstützen bei folgenden Aufgaben:

  • Datenmapping und/oder -sammlung aus verschiedenen Quellen,
  • Aufbereitung der Daten für einen geschäftlichen Kontext,
  • Zugriff auf Informationen (Reporting und Analyse) aus den Daten, inklusive der Visualisierung von Daten (Diagramme, Karten) und
  • in einigen Fällen auch fortgeschrittenere analytische Funktionen wie KI, Alerts usw.

Enterprise Performance Management (EPM, auch bekannt als Corporate Performance Management oder CPM) ist die Gesamtheit von Geschäftspraktiken, Prozessen und Werkzeugen, die es Unternehmen ermöglichen, ihre strategischen Ziele und ihre taktische Ausführung besser zu planen und zu bewerten. Das Ziel ist dabei, die Leistung und den Erfolg des Unternehmens im Blick zu behalten. Mehr dazu lesen Sie auf unserer Seite zu EPM.

Die Verbindung zwischen BI und EPM

Die meisten strategischen und operativen Planungsprozesse in Organisationen basieren auf drei regelmäßig wiederkehrenden Phasen:

  • Planen: Die Entscheidungsphase, in der Organisationen eine Richtung festlegen (Budget, Umsatzziele usw).
  • Analysieren: Verwendung von Informationen und Wissen aus den Daten, die das Unternehmen im Laufe der Zeit gesammelt hat.
  • Forecasten: Treffen von Entscheidungen über die zukünftige Planung auf der Grundlage der ursprünglichen Planung und Analyse.

Die meisten BI-Systeme liefern großartige Erkenntnisse für die Analysephase des Prozesses. Sie wurden aber nie für die Unterstützung der Planungs- und Forecastingprozesse entwickelt. Unabhängig von der Art oder Komplexität der Planung analysieren BI-Systeme Daten und Informationen. Zudem unterstützen sie dabei, Wissen und Erkenntnisse aus Daten zu erhalten.

Um dieses Wissen aber für die Planung selbst zu nutzen, setzen wettbewerbsorientierte Organisationen auf Enterprise Performance Management. Eine EPM-Lösung sollte daher in der Lage sein, Daten aus verschiedenen Systemen wie z. B. einem BI-Tool (oder Data Warehouse) zu lesen und in einigen Fällen auch Daten in diese Systeme zurückzuschreiben (z. B. ein genehmigtes Budget).

Eine einheitliche All-in-One-Lösung zur Planung und Überwachung der Unternehmensleistung bringt viele Vorteile mit sich. Sie bietet Unterstützung für eine Vielzahl von Planungsmethoden und -anforderungen, Forecasts und ermöglicht verschiedene Arten der Datenanalyse. Sie verfügt zwar typischerweise über einige BI-Funktionen, bietet jedoch keinen vollständigen Ersatz für eine echte Enterprise-BI-Lösung.

BI-Systeme hingegen können EPM-Lösungen nicht vollständig ersetzen, da sie nicht über Planungsfunktionalitäten verfügen. Unternehmen aller Branchen, die ihre Planungsprozesse verbessern wollen, sollten deshalb über sinnvolle Kombinationen nachdenken. Die Anforderungen sind in jeder Organisation leicht unterschiedlich. Deshalb gilt es, BI- und EPM-Lösungen zu suchen, die den individuellen Bedürfnissen gerecht werden.

Erfahren Sie hier mehr darüber, wie eine moderne EPM-Lösung eine einheitliche, kollaborative Planungs-, Reporting- und Analyseprozesse unterstützt.