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Was ist xP&A? Ihr Weg zu agiler, vernetzter Planung

Inhaltsübersicht

Da sich die Märkte schneller denn je verändern, haben traditionelle Methoden der Finanzplanung Schwierigkeiten, Schritt zu halten. Laut einer Studie des Modern Finance Forum von FSN sind zwar 70 % der CFOs der Meinung, dass ihr Forecasting-Prozess geschätzt und strategisch ausgerichtet ist, doch nur 40 % sagen, dass dieser Prozess durchgängig aussagekräftige, umsetzbare Erkenntnisse liefert, die zu besseren Ergebnissen führen.

Diese Diskrepanz verdeutlicht den wachsenden Bedarf an dynamischeren, vernetzten Planungsansätzen, was zum Aufstieg von Extended Planning & Analysis (xP&A) beigetragen hat. Laut Gartner „erweitert xP&A traditionelle FP&A-Lösungen, die sich ausschließlich auf die Finanzplanung konzentrieren, auf andere Bereiche der Unternehmensplanung (z. B. Personal, Vertrieb, Supply Chain und Marketing)“.

So können Unternehmen ihre Finanz- und operativen Pläne in einer einheitlichen Strategie zusammenführen. Anstatt sich auf isolierte Kennzahlen einzelner Abteilungen zu fokussieren, können Organisationen mit xP&A ihre Planungsprozesse unternehmensweit abstimmen. Das macht sie agiler und reaktionsfähiger gegenüber Marktveränderungen.

In diesem Blogbeitrag erfahren Sie, was xP&A bedeutet und wie es sich entwickelt hat. Außerdem zeigen wir auf, wie Technologie den Wandel hin zur vernetzten Planung vorantreibt, und wir beleuchten zentrale Vorteile sowie Praxisbeispiele für den erfolgreichen Einsatz von xP&A.

Was ist xP&A?

Das „x“ in xP&A steht für „extended“ (erweitert). Es beschreibt die Ausweitung integrierter Planungsprozesse auf das gesamte Unternehmen. Durch die Kombination von Finanz- und operativen Daten können Unternehmen fundiertere und schnellere Entscheidungen treffen – basierend auf einer ganzheitlichen Sicht auf ihre Leistung.

Traditionelles FP&A vs. xP&A: Die wichtigsten Unterschiede

Aspekt Traditionelles FP&A xP&A
Umfang Fokus auf Finance Unternehmensweit
Datenintegration Eingeschränkt Umfassend
Zusammenarbeit In Silos Bereichsübergreifend
Forecasting Periodisch Kontinuierlich und rollierend
Entscheidungsfindung Reaktiv Proaktiv und strategisch
Technologie Einzelne Tools Integrierte Plattformen für Connected Planning

Den Mehrwert vernetzter Daten erschließen

Moderne Unternehmen generieren enorme Datenmengen aus ERP-, CRM-, HR- und weiteren Systemen. Doch Datensammlung allein reicht nicht ausentscheidend ist die Fähigkeit, diese Daten sinnvoll zu verknüpfen und zu nutzen.

In traditionellen Umgebungen arbeiten Finance-Teams oft mit Tabellenkalkulationen und isolierten Systemen, was die Datenkonsolidierung und den Abgleich zwischen verschiedenen Quellen erschwert. Mit xP&A lassen sich diese Datenströme durch integrierte Business-Planning-Tools verbinden.

So können beispielsweise Supply-Chain-Prognosen direkt in Finanzbudgets einfließen, während HR-Personalplanungen dynamisch die Kostenmodelle anpassen. Das führt zu intelligenteren Forecasts, realistischeren Budgets und echter bereichsübergreifender Planung.

Viele Financial Planning & Analysis (FP&A)-Tools ermöglichen heute die Integration von Planung, Budgetierung und Reporting. Durch die Automatisierung der Datenkonsolidierung und die Vereinheitlichung der Systeme können Unternehmen den manuellen Aufwand erheblich verringern, die Budgetzyklen verkürzen und die Prognosegenauigkeit steigern.

Ein zentrales Merkmal von xP&A ist das treiberbasierte Modellieren – eine Methode, bei der Prognosen auf den wichtigsten Business-Drivers wie Verkaufsvolumen, Rohstoffpreise oder Personalkosten beruhen, anstatt auf statischen Annahmen. So lassen sich finanzielle Auswirkungen operativer Entscheidungen schon im Voraus simulieren, was eine bessere Risikosteuerung und proaktive Planung ermöglicht.
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Schritte zur Transformation von FP&A zu xP&A

xP&A löst die Silos der Finanzfunktion auf, indem es Finanz- und operative Daten unternehmensweit integriert. So werden Planung und Analyse nahtlos mit der übergeordneten Unternehmensstrategie verknüpft.

Dieser Wandel spiegelt den Bedarf an moderner Unternehmenssteuerung in einem dynamischen Umfeld wider. Fragmentierte Planungsprozesse sind für heutige Unternehmen nicht mehr tragbar. Mit xP&A arbeiten Finance-Teams direkt mit Marketing, Sales, HR und Operations zusammen, um gemeinsame Ziele abzustimmen und zukünftige Szenarien frühzeitig zu erkennen.

Dieses Modell ermöglicht schnellere, fundiertere Entscheidungen auf Basis eines konsolidierten Datenbilds und ist damit ein wesentlicher Bestandteil jeder Enterprise Performance Management (EPM)-Strategie.

Die wichtigsten Vorteile von xP&A für moderne Unternehmen

Die Einführung von xP&A bringt zahlreiche Vorteile für Unternehmen, die ihre Planungsprozesse modernisieren möchten:

  • Bereichsübergreifende Zusammenarbeit: Silos werden aufgebrochen und die Teamarbeit zwischen Abteilungen gefördert.
  • Echtzeit-Einblicke: Aktuelle Informationen ermöglichen schnellere und fundiertere Entscheidungen.
  • Verbesserte Forecasts und Budgets: Durch die Integration vielfältiger Datenquellen steigt die Genauigkeit.
  • Treiberbasierte Modellierung: „What-if“-Szenarien lassen sich effektiv simulieren, Risiken dadurch besser einschätzen.

Neben diesen Kernvorteilen steigert xP&A die betriebliche Effizienz durch automatisierte Workflows und optimiertes Reporting. Finance- und Operations-Teams gewinnen dadurch mehr Zeit für wertschöpfende Analysen. Zugleich verbessern Organisationen ihr Risikomanagement, indem sie Trends und Störungen frühzeitig erkennen und flexibel auf Marktveränderungen, Kundennachfrage oder Supply-Chain-Probleme reagieren können.

Darüber hinaus ermöglicht xP&A eine ganzheitliche 360°-Sicht auf die Unternehmensleistung durch abteilungsübergreifende Datenintegration. Diese einheitliche Perspektive unterstützt Connected Planning und EPM, sodass Führungskräfte ihre Key Performance Indicators (KPIs) ganzheitlich bewerten können.

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xP&A als Katalysator für die Transformation der Finanzfunktion

Der Übergang zu xP&A markiert einen entscheidenden Wandel in der Unternehmensplanung und -analyse. Durch den Einsatz von xP&A entwickelt sich die Finanzabteilung von einer traditionellen „Zahlenabteilung“ zu einem strategischen Business-Partner, der das Unternehmen durch komplexe Herausforderungen steuert.

Dieser Wandel – oft als Transformation der Finanzplanung bezeichnet – macht Finance zu einer zukunftsorientierten, technologiegestützten Funktion. Unternehmen, die xP&A nutzen, sind besser aufgestellt, um digitale Initiativen zu steuern und langfristigen Mehrwert zu schaffen.

Nach der Integration können Organisationen zusätzlich fortschrittliche Tools wie Predictive Analytics und Künstliche Intelligenz (KI) nutzen, um Forecasts und Szenarien noch präziser zu modellieren.

Erfolgreich zu xP&A wechseln: So gelingt der Umstieg

Die Einführung von xP&A umfasst mehrere wichtige Schritte:

  1. Bestehende Prozesse analysieren: Planungs-Workflows erfassen und Schwachstellen bzw. Ineffizienzen identifizieren.
  2. Datenquellen bestimmen: Relevante Daten aus Finance, Sales, HR, Operations und weiteren Abteilungen erfassen.
  3. Systeme integrieren: Daten aus verschiedenen Quellen zusammenführen – durch automatisierte Abrufe oder Synchronisation aus ERP-, CRM- und BI-Systemen wie Salesforce, SAP, Microsoft Dynamics 365 oder Qlik. Dank der offenen Plattformarchitektur von Jedox werden neben Finance auch HR, Sales und Sales & Operations Planning (S&OP) unterstützt und damit die bereichsübergreifende Zusammenarbeit in einer gemeinsamen Planungsumgebung ermöglicht.
  4. Teams schulen: Mitarbeiter entsprechend befähigen, neue Tools effektiv zu nutzen und aktiv an integrierten Planungsprozessen teilzunehmen.
  5. Laufend überwachen und optimieren: Die xP&A-Prozesse regelmäßig bewerten und bei Bedarf anpassen, um die Ergebnisse weiter zu verbessern.

Durch die Zusammenführung von Daten aus unterschiedlichen Quellen auf einer zentralen Plattform erhalten Unternehmen tiefere und präzisere Einblicke in ihre Performance. Das ermöglicht ein proaktives EPM und fördert agile, datengestützte Entscheidungsprozesse im gesamten Unternehmen.

Tipp: Klein starten. Zunächst einen Pilotbereich wie Sales Forecasting oder Workforce Planning auswählen, um schnelle Erfolge zu erzielen und dann schrittweise den Rollout unternehmensweit ausweiten.

Praxisbeispiele: xP&A im Einsatz

So nutzen einige Unternehmen weltweit xP&A mit Jedox:

AgReliant Genetics: Forecasting über Marken hinweg konsolidieren

AgReliant Genetics, eines der größten Saatgutunternehmen Nordamerikas, benötigte eine zentrale Lösung zur Ablösung manueller, Excel-basierter Forecasts. Ziel war es, die Planung zu straffen und schneller auf die besonderen Herausforderungen des landwirtschaftlichen Zyklus zu reagieren.

Ergebnisse:

  • Einführung einer Single Source of Truth mit Jedox, um die Abhängigkeit von Tabellenkalkulationen zu beenden
  • Häufigere Forecasts ohne Unterstützung durch die IT
  • Verdreifachung der „What-if“-Szenarioplanung innerhalb weniger Monate nach der Einführung

Mit Jedox steigerte AgReliant die Effizienz seiner Planung und befähigte das Finance-Team, Modelle eigenständig anzupassen – für mehr Reaktionsfähigkeit und Kontrolle.

ALPLA Turkey: Von Tabellen zur agilen Planung

ALPLA Turkey, eine Tochter der ALPLA Gruppe – einem weltweit führenden Anbieter von Kunststoffverpackungen – kämpfte mit tabellenbasierten, zeitintensiven und fehleranfälligen Planungsprozessen. Mit Jedox erhielt das Unternehmen eine zentrale Plattform zur Integration von Finanz- und operativen Plänen über alle Abteilungen hinweg.

Ergebnisse:

  • Reduzierung der Zeit für Planung und Szenarioanalysen um über 50 %
  • Höhere Genauigkeit und Zuverlässigkeit der Finanzprognosen
  • Dynamische „What-if“-Szenarioplanung zur besseren Risikosteuerung

Dank dieser Lösung konnte ALPLA Turkey flexibler auf Marktveränderungen und operative Anpassungen reagieren und die Geschäftsdynamik erhöhen.

smart Europe: Agilere Unternehmenssteuerung

smart Europe GmbH, verantwortlich für die kultigen smart Fahrzeuge in Europa, benötigte eine moderne Lösung, um ihre bisher isolierten Planungstools zu ersetzen, die Flexibilität und Reaktionsfähigkeit einschränkten. Mit Jedox baute das Unternehmen ein agiles, vernetztes Planungssystem auf.

Ergebnisse:

  • Integration von Finanz- und operativer Planung auf einer gemeinsamen Plattform
  • Schnelle Szenarioplanung zur Anpassung an Lieferketten- und Marktschwankungen
  • Stärkere bereichsübergreifende Zusammenarbeit, was die strategische Entscheidungsfindung beschleunigte

Durch Connected Planning konnte smart Europe sich kontinuierlich an veränderte Marktbedingungen anpassen und sich so einen Wettbewerbsvorteil sichern.

Fazit: Strategischer Wandel für zukunftsfähige Unternehmen

xP&A steht für eine entscheidende Weiterentwicklung in der Planung und Analyse. Durch die Integration von Finanz- und operativen Daten können Unternehmen Silos aufbrechen und agiler, widerstandsfähiger und strategischer agieren.

Angesichts des steigenden Drucks zur Zukunftssicherung wird Connected Planning zusammen mit xP&A zu einem unverzichtbaren Bestandteil jeder Enterprise Performance Management-Strategie.

Was ist der Unterschied zwischen FP&A und xP&A?

FP&A konzentriert sich ausschließlich auf Finanzaktivitäten wie Budgetierung, Forecasting und Finanzreporting – oft losgelöst von anderen Abteilungen. xP&A hingegen weitet die Planung auf Bereiche wie Operations, HR, Sales, Marketing und andere Geschäftsbereiche aus. Dadurch entsteht ein integrierter Ansatz, bei dem Finanz- und operative Pläne miteinander verbunden werden, um die unternehmensweiten Ziele zu unterstützen.

Welche Vorteile bietet xP&A?

xP&A fördert die bereichsübergreifende Zusammenarbeit, indem es Silos auflöst und Teams dazu bringt, gemeinsam an den Unternehmenszielen zu arbeiten. Zudem ermöglicht es den Echtzeit-Zugriff auf Daten und Analysen, was schnelle und fundierte Entscheidungen unterstützt. Durch die Integration vielfältiger Datenquellen verbessert xP&A außerdem die Genauigkeit von Forecasts und Budgets und liefert so eine umfassendere Sicht auf die Unternehmenslage.

Wie steigert xP&A die Agilität im Unternehmen?

xP&A verknüpft Finanz- und operative Daten, sodass Unternehmen ihre Pläne bei Marktveränderungen, Lieferkettenstörungen oder veränderter Kundennachfrage schnell anpassen können. Diese Transparenz über alle Bereiche hinweg ermöglicht schnelle, strategische Entscheidungen. Unternehmen können Szenarioanalysen durchführen und Forecasts zügig aktualisieren, um in unsicheren Zeiten wettbewerbsfähig zu bleiben.

Welche Rolle spielt Technologie bei xP&A?

Technologie bildet das Fundament von xP&A, indem sie die Werkzeuge für eine nahtlose Datenintegration und Prozessautomatisierung bereitstellt. Cloud-basierte Plattformen verbinden verschiedene Datenquellen und Abteilungen miteinander und sorgen für konsistente, aktuelle Informationen. Darüber hinaus verbessern moderne Technologien wie Machine Learning und Predictive Analytics die Forecasting- und Szenarioplanung erheblich.

Wie gelingt der Übergang zu xP&A?

Der Wechsel zu xP&A beginnt in der Regel mit der Identifikation von Schwachstellen und Ineffizienzen in den bestehenden Planungsprozessen. Unternehmen sollten zunächst die wichtigsten Systeme integrieren und Pilotprojekte für Connected Planning in ausgewählten Bereichen starten. Sobald erste messbare Erfolge erzielt werden, lässt sich das Vorgehen schrittweise auf weitere Bereiche ausweiten, bis es im gesamten Unternehmen verankert ist.

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Cory Schröder ist eine versierte Marketingspezialistin mit mehr als 7 Jahren Erfahrung in der Erstellung von Content, Strategie und Kommunikation in der SaaS-Branche. Als Global Content Manager bei Jedox, einem führenden Anbieter von Performance-Management- und Planungslösungen für Unternehmen, hilft sie bei der Erstellung globaler Botschaften und erstellt Inhalte, die komplexe Technologien in klare, wirkungsvolle Geschichten übersetzen.
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