Während Unternehmen auf der ganzen Welt nach Wegen suchen, die Ungewissheit und den beispiellosen Wandel des Jahres 2020 hinter sich zu lassen und gut in das Jahr 2021 zu starten, ist die Diskussion um den Reifegrad von FP&A-Prozessen in Organisationen neu entfacht. Welche Optimierungspotenziale gibt es und was macht erfolgreiche Prozesse aus?

Historisch gesehen, hat das Controlling mit FP&A immer dafür gesorgt, dass Unternehmen finanziell handlungsfähig bleiben. Die Prozesse standen eher im Hintergrund. Mit der Pandemie rückte das Controlling plötzlich in den Mittelpunkt, da Unternehmen sich schnell umorientieren und anpassen mussten. Mit Blick auf das Jahr 2021 nehmen immer mehr Organisationen Ihre FP&A-Prozesse unter die Lupe und fragen sich, wie sie in der FP&A-Reifekurve weiterkommen.

David Upton, Director of Strategic Partnerships and Alliances bei Jedox APAC, sprach kürzlich mit Allan Tan vom FutureCFO-Podcast über die FP&A-Reifekurve und die Rolle von Technologie, Mitarbeitern und Prozessen. Der Podcast ist über den untenstehenden Link in englischer Sprache verfügbar. Hier fassen wir die wichtigsten Erkenntnisse für Sie zusammen.

Was ist die FP&A Reifekurve?

David Upton: „Die Reifekurve ist im Wesentlichen ein Maß für die Effektivität des Controllings. Sie hat zwei Hauptfunktionen. Die erste ist, dass sie definiert, was ‚gut‘ ausmacht. Praktisch wie ein Leuchtturm, der in Richtung der besten FP&A-Teams zeigt und Ihre Prozesse beleuchtet. Die zweite Funktion ist, dass sie die Schritte aufzeigt, die Sie unternehmen müssen, um dorthin zu gelangen.“

„Wenn wir den Reifegrad betrachten, betrachten wir ihn durch die Linse von Menschen, Prozessen und natürlich ermöglichender Technologie. Ziel ist, dass das Controlling effektiver und besser das meiste aus dem verfügbaren Kapital herausholen kann und bestmöglich bei Geschäftsentscheidungen unterstützt.“

Wenn man sich anschaut, wo Unternehmen auf der FP&A-Reifekurve stehen, und dabei eine Grundlage wie die benötigte Zeit für einen Monatsabschluss verwendet, erkennt man, dass führende FP&A-Teams dafür einen oder maximal zwei Geschäftstage benötigen.

Was machen führende FP&A-Teams anders, um erfolgreich zu sein?

Es geht nicht nur um eine Reihe von spezifischen Metriken, sondern oft auch darum, wie sie sich organisieren. Die „ausgereiftesten“ FP&A-Teams, mit denen wir zusammenarbeiten, gehen wie folgt vor:

  • Sie vereinheitlichen ihre Planung, ihr Berichtswesen und ihre Analysen, um einen strategischen Fokus auf die Geschäftsziele sicherzustellen.
  • Sie verstehen genau, wie operative Kennzahlen die finanzielle Performance beeinflussen.
  • Sie organisieren sich so, dass sie die operative und finanzielle Planung zusammenführen können.

Dieser strategische Prozess ermöglicht es ihnen, die für die Erreichung der Planergebnisse erforderlichen Ressourcen in den Budgetierungsprozess zu integrieren, und damit die Unternehmensstrategie in praktikable Pläne für die Organisation zu gießen.

Die FP&A-Reifekurve ist also mehr als nur Technologie. Sie umfasst Technologie, Menschen und Prozesse. Wenn eines dieser Elemente aus dem Gleichgewicht geraten ist, wird es wahrscheinlich viel schwieriger sein, das Controlling auf der Reifekurve voranzubringen und die Wertschöpfung in der Organisation zu optimieren. Es ist auch sinnvoll zu untersuchen, ob die Tools, die Ihr Unternehmen in den letzten fünf bis zehn Jahren verwendet hat, Ihnen die notwendigen Möglichkeiten bieten, sich auf eine bessere Strategie, Zusammenarbeit und Wertschöpfung zu konzentrieren.

Hören Sie sich die vollständige FutureCFO-Podcast-Folge mit David Upton hier an (Englisch).