{"id":100300,"date":"2022-06-08T10:00:40","date_gmt":"2022-06-08T08:00:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.jedox.com\/?p=100300"},"modified":"2026-03-11T20:59:07","modified_gmt":"2026-03-11T19:59:07","slug":"ki-controlling","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.jedox.com\/de\/blog\/ki-controlling\/","title":{"rendered":"4 Fehlannahmen \u00fcber KI im Controlling"},"content":{"rendered":"<p><strong>An vollmundigen Versprechen und hohen Erwartungen in Hinblick auf die M\u00f6glichkeiten der k\u00fcnstlichen Intelligenz (KI) fehlt es zwar nicht, doch die Vorstellungen von den potenziellen Auswirkungen auf den Finanzbereich sind h\u00e4ufig nicht ganz realistisch. Sehen wir uns einmal vier Irrt\u00fcmer an, die limitierende Glaubenss\u00e4tzen aufrecht erhalten k\u00f6nnen und es Unternehmen schwer machen k\u00f6nnen, auf dem Markt zu bestehen und Talente f\u00fcr sich zu gewinnen.<\/strong><\/p>\n<h2>\u201cDas haben wir doch schon immer so gemacht.\u201c\u201d<\/h2>\n<p>Laut der Zeitschrift <a href=\"https:\/\/www.psychologytoday.com\/us\/blog\/the-adaptive-mind\/201809\/how-overcome-the-fear-change\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Psychology Today<\/a> ist die Angst vor Ver\u00e4nderungen zutiefst menschlich, da unser Gehirn von Natur aus nach Planbarkeit und Sicherheit strebt. Die Angst vor Ver\u00e4nderung, in diesem Fall speziell vor technischen \u00c4nderungen, kann auch die Einf\u00fchrung von KI im <a href=\"https:\/\/www.jedox.com\/de\/blog\/finanzcontrolling\/\">Finanzcontrolling<\/a> von Unternehmen bremsen. Viele Finanzexperten haben sich bisher auf Excel verlassen und damit solide Analysen und Berichte f\u00fcr ihre Unternehmen erstellt. Wer auf etablierte Prozesse dieser Art vertraut, ist m\u00f6glicherweise nicht gewillt, Prozessoptimierungen in Betracht zu ziehen, egal ob nun mit oder ohne KI.<\/p>\n<p>In der Diskussion \u00fcber k\u00fcnstliche Intelligenz wird gerne behauptet, das Risiko, die bekannten Planungsprozesse nachhaltig zu st\u00f6ren, sei einfach zu hoch. Zwar ist dieses Argument nachvollziehbar, allerdings wird dabei vernachl\u00e4ssigt, dass KI sehr wohl in der Lage sein kann, die <a href=\"https:\/\/www.jedox.com\/de\/blog\/finanzplanung-unternehmen\/\">Finanzplanung und -analyse<\/a> effizienter, differenzierter, sicherer und genauer zu machen. In unserer heutigen Welt ist es grunds\u00e4tzlich riskant, an einem Status quo festzuhalten. Doch Unternehmen, die sich weigern, die besten derzeit verf\u00fcgbaren Planungstools zu nutzen, laufen Gefahr, ihre Wettbewerbs-, Wachstums- und Skalierf\u00e4higkeit einzub\u00fc\u00dfen.<\/p>\n<h2>\u201cKI ist ein Job-Killer.\u201c<\/h2>\n<p>Die Angst, wegen technischer Fortschritte den Arbeitsplatz zu verlieren, ist ein wiederkehrendes Ph\u00e4nomen der Menschheitsgeschichte und war zur Zeit der ersten Industrialisierung besonders ausgepr\u00e4gt. Heute spiegelt sich diese Einstellung in der eher negativen Darstellung von k\u00fcnstlicher Intelligenz in Medien und Filmen. Und ja, diese \u00c4ngste sind zum Teil berechtigt: Einige repetitive T\u00e4tigkeiten werden nach der Automatisierung durch KI wegfallen \u2013 und das hat Folgen f\u00fcr Arbeitnehmer. Doch w\u00e4hrend die Automatisierung bestimmter Aufgaben zwar den Arbeitsalltag vieler Finanzberufe ver\u00e4ndern wird, ist es doch unwahrscheinlich, dass Controlling-Experten mit der Einf\u00fchrung von KI pl\u00f6tzlich arbeitslos werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Vielmehr kann und wird KI die Arbeit im Finanzbereich verbessern: Durch die Automatisierung monotoner T\u00e4tigkeiten werden Experten im Bereich <a href=\"https:\/\/www.jedox.com\/de\/finanzplanung-analyse\/\">Financial Planning and Analysis<\/a> von Berichteschreibern zu Analysten. Mit Blick auf den umk\u00e4mpften Arbeitsmarkt sollten sich CFOs Gedanken machen, wie sie vielversprechende Talente gewinnen und halten, die sich von ihrer beruflichen Laufbahn mehr strategische und erkenntnisreiche Aufgaben erwarten.<\/p>\n<h2>\u201cKI ist noch Zukunftsmusik.\u201c<\/h2>\n<p>Im Gegenteil: K\u00fcnstliche Intelligenz bestimmt unser Leben schon heute auf vielerlei Weise. Im Wirtschaftsmagazin <a href=\"https:\/\/www.forbes.com\/sites\/bernardmarr\/2019\/12\/16\/the-10-best-examples-of-how-ai-is-already-used-in-our-everyday-life\/?sh=2e67211f1171\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Forbes<\/a> werden einige Bereiche aufgez\u00e4hlt: Dank KI landen irrelevante und potenziell gef\u00e4hrliche E-Mails nicht in unserem Posteingang. KI personalisiert unsere Social Media Feeds und hilft Amazon, uns beim Online-Shopping relevante Produkte anzuzeigen. Auf Netflix sehen wir f\u00fcr uns interessante Inhalte, weil hinter den Empfehlungs- und Personalisierungsalgorithmen KI steckt. Und in PowerPoint werden mithilfe von KI Untertitel erstellt, die die Pr\u00e4sentationen f\u00fcr mehr Menschen zug\u00e4nglich machen.<\/p>\n<p>Technisch gesehen ist KI stabil, ausgereift und in der Lage, den Finanzbereich zu unterst\u00fctzen. Und strategisch betrachtet kann k\u00fcnstliche Intelligenz CFOs dabei helfen, die pr\u00e4zisen Einblicke zu bieten, die Manager und Investoren erwarten.<\/p>\n<h2>\u201eUnsere Szenarioplanung ist v\u00f6llig ausreichend.\u201c<\/h2>\n<p>Laut <a href=\"https:\/\/hbr.org\/2013\/05\/living-in-the-futures\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Harvard Business Review<\/a> wird Szenarioplanung eingesetzt, seit sie in den 1960er-Jahren von Shell als Tool eingef\u00fchrt und bekannt gemacht wurde:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eDer gr\u00f6\u00dfte Vorteil der Szenarioplanung \u2013 im Unterschied zu Forecasts \u2013 ist vielleicht, dass sie (&#8230;) Alternativen aufzeigt und damit Gespr\u00e4che \u00fcber Strategien erm\u00f6glicht, die vom Status quo abweichen k\u00f6nnen. Eine wichtige Voraussetzung daf\u00fcr, als Unternehmen anpassungsf\u00e4hig zu bleiben.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Szenarien treffen selten 1:1 ein, egal, welche Methode man f\u00fcr die Planung verwendet. Doch selbst eine geringf\u00fcgig h\u00f6here Pr\u00e4zision durch <a href=\"https:\/\/www.jedox.com\/de\/plattform\/ai\/\">KI-gesteuerte Szenarioplanung<\/a> stellt eine Verbesserung dar, die nur von Vorteil sein kann. Makro\u00f6konomische Faktoren wie Inflation, steigende Zinsen und explodierende \u00d6lpreise m\u00fcssen ebenso ber\u00fccksichtigt werden wie Krisensituationen, z. B. der Krieg in der Ukraine und die Corona-Pandemie. Das erfordert intelligente Planung auf einem Niveau, das traditionelle Methoden vielleicht bald nicht mehr verl\u00e4sslich genug erreichen k\u00f6nnen.<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Die Nachfrage nach Erkenntnissen \u00fcber die Zukunft wird weiter steigen, und mit der Notwendigkeit, auch unvorhersehbare Situationen zu ber\u00fccksichtigen, st\u00f6\u00dft die traditionelle Excel-Planung m\u00f6glicherweise an ihre Grenzen. F\u00fcr die sich fortsetzende Transformation des <a href=\"https:\/\/www.jedox.com\/de\/controlling-software\/\">Controlling<\/a> in eine datengetriebene Gesch\u00e4ftslandschaft wird die Unterst\u00fctzung durch KI unerl\u00e4sslich sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>An vollmundigen Versprechen und hohen Erwartungen in Hinblick auf die M\u00f6glichkeiten der k\u00fcnstlichen Intelligenz (KI) fehlt es zwar nicht, doch die Vorstellungen von den potenziellen Auswirkungen auf den Finanzbereich sind h\u00e4ufig nicht ganz realistisch. 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