Nach seinen ersten 100 Tagen im Amt haben wir uns mit dem neuen CEO Florian Winterstein getroffen und ihn gefragt, wie es ihm in den ersten Wochen bei Jedox ergangen ist. Wie geht es ihm in seinem neuen Job und wie ist es, ein internationales SaaS-Unternehmen zu führen?

Wo kommen Sie her und was hat Sie zu Jedox geführt?

Eine Frage aus zwei verschiedenen Perspektiven. Auf der einen Seite hat mich Jedox als wirklich innovatives Unternehmen mit viel Potenzial, in einer der dynamischsten modernen Branchen angezogen. Jedox ist ein stabiles Unternehmen, das früh international gewachsen ist, mit spannender Technologie, einem großartigen Team und Investoren, die voller Engagement und Erwartungen sind. Auf der anderen Seite hatte ich das Glück in schnelllebigen SaaS- und Cloudunternehmen “aufzuwachsen”, die sich auf Business-Lösungen und Kundennutzen fokussierten. Wie Jedox waren die meisten von ihnen genau in derselben Position, international zu wachsen und den bestehenden Erfolg und die Größe zu multiplizieren.

Kurz gesagt, ich sah mich mit der Erfahrung von 20 Jahren in der High-Tech-Softwareindustrie in der Lage, Jedox die Orientierung zu geben, die das Unternehmen suchte. Für mich ganz persönlich ist es eine interessante Möglichkeit, das bisherige Erfolgsrezept (oder zumindest Teile davon) zu vervielfachen und dabei mit großartigen Menschen zusammen zu arbeiten.

Wie war Ihr Start bei Jedox?

Kurz gesagt, es gibt eine großartige Teamkultur und ich wurde sehr herzlich empfangen. Mein erster Schwerpunkt lag bei den Mitarbeitern, also mich mit Menschen abteilungs- und regionenübergreifend zu vernetzen und ihnen meinen integrierten Managementansatz näherzubringen. Dies sehe ich als große Chance und ich denke, dass jeder im Unternehmen motiviert ist und sich auf das freut was kommt.

Wie sieht es bei Jedox, einem internationalen, schnell wachsenden Unternehmen im Inneren aus?

Man ist stolz auf das Erreichte und gleichzeitig motiviert durch Innovation, Engagement und Fleiß das nächste Level zu erreichen. Es ist eine gute Mischung aus viel Energie und anzugehenden Themen. Ein gesunder Mix mit viel Potenzial, aber auch mit dem Bedürfnis nach Fokussierung. Auch in Bezug auf Technologie, Lösung und Nachfrage gibt es noch so viel zu tun. Denn mit Blick auf unseren Marktanteil haben wir den Start-Up-Modus verlassen.

Was haben Sie bisher gemacht?

Operativ habe ich mit vielen Menschen gesprochen: nicht nur mit Mitarbeitern, sondern auch mit Partnern und Kunden. Ich habe mir alles angeschaut und gemeinsam mit dem Team einen herausfordernden, aber realistischen Weg nach vorne definiert. Es geht um internationales Wachstum, die Unterstützung unserer wachsenden Märkte weltweit, aber auch vor allem um die Stärkung und Verfeinerung der Strategie und die Auseinandersetzung mit einigen “heiligen Kühen”. Wir werden Fortschritte machen und uns noch stärker auf das Cloud- und Subskribtionsgeschäft konzentrieren, das über ein Partner-Netzwerk abgewickelt wird. Wir sind dankbar und gleichzeitig stolz darauf, dass wir auf unsere strategischen Partnerschaften mit Salesforce, Qlik und Microsoft zählen können und diese nutzen.

Sie haben viel Erfahrung in der Softwarebranche. Was gefällt Ihnen am besten daran, CEO eines Saas-Unternehmens zu sein?

Diese Branche ist das Zentrum der Digitalisierung. Keine Branche, kein Land, kein Unternehmen und keine NGO kann die aktuellen Veränderungen umgehen. Wir sind inmitten der digitalen Transformation und der damit einhergehenden beschleunigten Wertschöpfung – ich finde es sehr spannend und ich bin dankbar, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Man könnte auch sagen, dass wir die 4. industrielle Revolution erleben – und es ist noch besser das mit einem großartigen Team, Partnern, Kunden und letztlich Einzelpersonen zusammen zu teilen.