BMBF unterstützt „Production Intelligence“: Siebenstellige Förderung für Big Data-Projekt von Jedox

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat die Förderung eines „Production Intelligence“-Forschungsvorhabens bewilligt, welches im Kontext der Industrie 4.0-Strategie eine datengetriebene Optimierung komplexer automatisierter Produktionsprozesse erreichen soll. Das unter Leitung des Freiburger Softwareherstellers Jedox AG stehende Innovationskonsortium umfasst das Fraunhofer-Institut für Physikalische Messtechnik IPM, die Carl Zeiss OIM GmbH, den Autozulieferer Fischer IMF und den Sensorhersteller Micronas. Die Fördergelder in Höhe von rund 1 Mio. EUR werden im Rahmen der Initiative „KMU-innovativ: Informations- und Kommunikationstechnik“ vergeben.

Ziel des auf zweieinhalb Jahre angesetzten Förderprojektes ist es, die großen Mengen an Messdaten – sogenannte Big Data – aus Produktionsanlagen mit Hilfe leistungsstarker Software in Echtzeit auszuwerten sowie die automatisierte Ableitung und Rückkopplung von Entscheidungen in den Produktionsprozess zur Steigerung der Produktqualität und Prozessstabilität zu ermöglichen. Die Forschungsergebnisse werden vor allem für produzierende KMUs Optimierungspotenziale offenlegen, die durch die Forderung nach einer 100%-Prüfung im Qualitätsmanagement sowie stetig wachsende Datenmengen herausgefordert werden.

Unter dem Titel „Production Intelligence“ soll die Inline-Fehlerermittlung der Fischer IMF, süddeutscher Fertiger von Glanzteilen für die Automobilbranche, künftig anhand bildgebender Zeiss-Sensoren unterstützt werden. Diese Bilddaten werden im Anschluss durch Steuer- und Auswertesysteme des Fraunhofer IPM zu Fehlervektoren verarbeitet. Mittels der multidimensionalen Datenbank sowie GPU-basierter In Memory-Datenverarbeitung von Jedox sollen die Daten analysiert und die Fehler klassifiziert werden.
Aus dieser Datenanalyse werden daraufhin Maßnahmen abgeleitet, an das Fischer-Fertigungssystem zurückgekoppelt und fehlerhafte Produkte in Echtzeit aus der Produktionsstraße entfernt. Abschließend soll auf Basis der historischen Daten eine vorausschauende Wartung der in den Prozess eingebundenen Maschinen im Rahmen prädiktiver Analysen möglich werden.

Die Förderung unserer Jedox-Software für hochperformante Datenanalysen durch das BMBF validiert unsere Entwicklungsarbeit und zeigt die Einsatzmöglichkeiten von Data Analytics für die Produktionsoptimierung. Wir freuen uns, als Projektleiter einem Verbund aus namhaften Innovationsführern vorzustehen und werden mit Hilfe des gebündelten Know-hows die Entwicklungen in der Inline-Messtechnik gezielt vorantreiben“, kommentiert Jedox-CTO Matthias Krämer den Projektstart.

Dr. Daniel Carl vom Fraunhofer IPM verspricht sich auch über das Förderprojekt hinausgehende Erkenntnisse: „Im Rahmen der ,Production Intelligence‘ werden wir die Schnittstelle zwischen Jedox-Software und unserer Messtechnik prüfen und können uns mittelfristig einen Einsatz von Jedox in vielen Fraunhofer IPM-Messsystemen vorstellen, bei denen in kurzer Zeit große Datenmengen anfallen und daraus Entscheidungen für Produktionsprozesse abgeleitet werden.

Die Förderung des „Production Intelligence“-Projekts erfolgt durch das BMBF unter dem Förderkennzeichen 01IS15011 und wird durch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) als Projektträger betreut.

https://www.jedox.com/wp-content/uploads/2015/04/Innovationskonsortium-Production-Intelligence-©-Jedox-AG.jpg

„Production Intelligence“-Innovationskonsortium (v.l.n.r.): Dr. Torsten Sievers (Zeiss OIM); Norbert Saum (Fraunhofer IPM); Daniela Eberl (Fischer IMF); Matthias Krämer (Jedox)

By | 2017-07-21T16:15:50+00:00 April 13th, 2015|Categories: Jedox News|
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