Controlling in der Finanzabteilung

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Finanzcontrolling als Teil der Unternehmenssteuerung

Das Finanzcontrolling kümmert sich um alle operativen und strategischen Aufgaben in den Bereichen Planung, Steuerung und Kontrolle. Es dient der Unterstützung des Finanzmanagements und ist organisatorisch Teil des CFO-Bereichs. Langsam aber sicher verändern neue Technologien das Finanzcontrolling. Die Digitalisierung hat dabei nicht nur Einfluss auf die Datenqualität und auf verschiedene Prozesse – sie verändert die gesamte Finanzabteilung und damit auch auf die Rolle der Controller und des CFO.

Wo beginnt das Finanzcontrolling?

Finanzcontrolling beginnt normalerweise mit der Finanzplanung, die das Fundament für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens bildet. Dabei geht es um die Erstellung eines detaillierten Plans, der auf verschiedenen Zielsetzungen des Finanzbereichs basiert. Mit Hilfe dessen kann der Controller alle wichtigen finanziellen Aspekte eines Unternehmens erfassen, analysieren und planen. Zusammengefasst wird das unter dem Begriff FP&A.

Die Finanzplanung startet in der Regel mit der Analyse des Ist-Zustands. Dabei zieht der Controller meist auch schon in der Vergangenheit liegende Ereignisse hinzu. Wurde der Ist-Zustand analysiert, vergleicht ihn der Controller mit dem Soll-Zustand, der auf verschiedenen Zielsetzungen des Finanzbereichs basiert. Daraus ergibt sich eine Finanzprognose bzw. ein Forecast.

Auf dieser Analyse baut das Controlling die Finanzplanung der kommenden Einnahmen und Ausgaben auf. Alle Ziele und Ergebnisse, sie sich aus der Finanzplanung ableiten lassen, werden dann in einem Finanzkonzept festgehalten.

Welche Probleme existieren zurzeit? Und wie kann sie der Finanzbereich lösen?

Der digitale Wandel verändert Geschäftsmodelle und Märkte. Für jedes Unternehmen ist dieser Wandel inzwischen spürbar. Es bedarf, neue Initiativen zu identifizieren und voranzutreiben, die die veränderten, strategischen Ziele unterstützen.

In Unternehmen, die noch mit keiner EPM-Lösung arbeiten, erfolgen alle Prozesse manuell. Das Finanzteam verwendet Excel-Tabellen für alle Budgetierungs-, Forecasting-, Modellierungs- und Reportingaktivitäten. Die Zusammenarbeit ist ineffizient – das primäre Tool ist Excel.

Das Finanzwesen verbringt folglich viel Zeit mit der Erstellung von Budgets und Forecasts, sodass diese zum Zeitpunkt der Fertigstellung der Pläne bereits veraltet sind.

Folglich kann die Finanzabteilung die Grundlagen liefern, hat jedoch nur begrenzte Zeit für Mehrwertaktivitäten, um Entscheidungsträgern dabei zu helfen, fundierte Entscheidungen schneller zu treffen.

Der Nutzen von EPM im Finanzcontrolling

Enterprise Performance Management (EPM) oder auch Corporate Performance Management (CPM) ist eine der zentralen Managementaufgaben in einem Unternehmen. Es fasst die systematische, strategieorientierte Steuerung der Unternehmensleistung zusammen. Dazu gehören alle Prozesse und Methoden, die benötigt werden, um Unternehmen zu steuern: sämtliche finanzstrategischen Prozesse wie Planung, Budgetierung und Forecasting (PB&F) sowie Reporting und Analyse.

Folglich stellen EPM-Softwares einen besonderen Nutzen für das Finanzcontrolling dar, da sie eine Vielzahl von Prozessen automatisieren.

Modernisierung von PB&F

Verschiedene Budgetierungs- und Planungsprozesse lassen sich unternehmensweit durch den Einsatz einer digitalen EPM-Lösung vereinfachen. Eine solche einheitliche Lösung ermöglicht es Controllern von heute, zu Entscheidungsträgern von morgen zu werden. EPM-Lösungen geben den Controllern Einblick in genaue und aktuelle Daten.

Eine enge Integration mit Microsoft Excel ermöglicht es Anwendern aus anderen Bereichen, eigene Berichte zu erstellen und bei der Beschaffung von Daten und Informationen unabhängig vom Finanzbereich zu agieren.

Konkrete Vorteile für die Finanzabteilung:

  • Controller können die Unternehmensplanung stärker mitgestalten

  • Es sind weniger Unterstützung und Schulungen für das Finanzteam erforderlich
  • Controller können genauere Forecasts erstellen
  • Der komplette Prozess wird planbarer und Überraschungen lassen sich vermeiden

Digitale EPM-Lösungen generieren sofortigen Nutzen, da sie:

  • die Dateneingabe automatisieren,
  • manuelle Eingriffe minimieren und
  • den Berichterstellungsaufwand verkürzen.

Gewinnen Sie Zeit und schaffen Sie Mehrwert durch:

  • die Analyse von Abweichungen,
  • die Erzeugung rollierender Prognosen,
  • die Cashflow-Modellierung und
  • den Erkenntnisgewinn, der sich auf die Financial Performance auswirkt.

Wichtige Anwendungsmöglichkeiten der Finanzcontroller:

Wandel der Finanzabteilung: Vom Berichtsersteller zum Business Partner

Um auf die neuen Wettbewerbsbedingungen erfolgreich reagieren zu können, kommt die veränderte Rolle und Strukturveränderung der Finanzabteilung mit den neuen wettbewerblichen Grundvoraussetzungen der Innovation, Agilität und dem Wachstum ins Spiel. Das bezieht sich auf Mitarbeiter, Prozesse und Technologien gleichermaßen.

Der klassische Finanzbereich muss also über seine traditionellen Funktionen wie Buchhaltung, Controlling und Reporting hinauswachsen.

Ziel ist es, dass das Finanzteam sein Potenzial maximiert, in dem es neue Erkenntnisse und Forecasts bereitstellt. Das ermöglicht die Entscheidungsfindung in allen Fachbereichen auf Gesamtunternehmensebene – idealerweise in Echtzeit und nicht erst im Nachhinein.

Was ist
Finanz-
controlling?

Das Finanzcontrolling umfasst alle Steuerungsmaßnahmen zur Koordination innerhalb des Finanzbereichs, zwischen dem Finanzbereich und dem Leistungsbereich sowie zwischen dem Finanzbereich und der Unternehmensführung. International hat sich dafür der Begriff Financial Planning & Analysis (FP&A) etabliert.

Das wichtigste Ziel des Finanzcontrollings ist die Liquiditätssicherung, das heißt die Fähigkeit des Unternehmens, jederzeit seinen fälligen Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können. Zur Sicherstellung der Liquidität dienen als wesentliche Instrumente die Finanzplanung, Budgetierung und das Forecasting. Zum Finanzcontrolling gehört zudem die Finanzkonsolidierung. Sie ermöglicht präzise Konzernberichte (Reports), schnelle Abschlüsse und eine umfassende Finanzkontrolle.

Neben der Aufrechterhaltung der Liquidität ist die Gewinnmaximierung bzw. Steigerung des Shareholder-Value ein weiteres Ziel. Folglich koordiniert das Finanzcontrolling die finanziellen Mittel im Unternehmen in der Form, dass Investitionen im Leistungsbereich zu Wertsteigerungen führen. Da das Gewinnstreben auch Risiken mit sich bringt, gilt es für das Finanzcontrolling, diese zu beobachten und entsprechende Sicherheitsmaßnahmen auszuwählen, die etwaigen Risiken reduzieren.