Um vom überholten Spreadsheet-Workflow zu integrierter Finanzplanung zu gelangen, kann die Berücksichtigung einiger wichtiger Schritte maßgeblich sein. In den folgenden beiden Blogbeiträgen erfahren Sie, wie Ihre Finanzabteilung ganz konkret den Weg zur integrierten Planung erfolgreich beschreiten kann.

Unterstützung des Senior Managements sichern

Führende CFOs haben längst erkannt, dass alte Strukturen in der Finanzplanung umgekrempelt werden müssen. 30 % der IT-Ausgaben im Unternehmen sind bereits außerhalb traditioneller IT-Abteilungen zu verorten – und schaffen so Chancen.

„Zuallererst muss innerhalb der Organisation der Appetit für Veränderung geweckt werden.“, erklärt David Upton, Director of Strategic Partnerships bei Jedox in Asien, „Besonders das Senior Management muss für die Idee gewonnen werden, denn nur so kann auf der Unternehmensebene eine Neuerung eingeleitet werden. Prinzipiell haben alle dieselben Ziele, aber unterschiedliche Abteilungen haben womöglich unterschiedliche Ansätze, diese auch zu verwirklichen. Die Unterstützung des Senior Management kann dafür sorgen, dass das Unternehmen die Umstellung auch wirklich durchführt.“

Strategische Ziele sind ebenfalls wichtig: „Ihre Initiativen müssen Rentabilität steigern, Kundenbindung erhöhen, Kosten einsparen oder Compliance verbessern“, so Upton. Hochentwickelte Datenauswertung kann zum Beispiel Erkenntnisse liefern, die neue Chancen aufdecken, und so Arbeitsaufwand verringern und gleichzeitig Fehleranfälligkeit reduzieren. Diese Anforderungen können aber erst erfüllt werden, wenn die strategischen Ziele klar definiert sind.

Einen Businesspartner suchen, keinen bloßen Anbieter

Ein Anbieter sollte nicht nur Technologie liefern, sondern muss auch in Innovation und Best-Practice Mehrwert schaffen. Schließlich soll die Lösung nicht nur alte Technologie durch neue ersetzen, sondern durch integrierte Planung einen langfristigen Vorteil für das gesamte Unternehmen sichern.

Entsprechend früh sollte die IT strategisch mit einbezogen werden: Wenn Ihr Unternehmen bereits in der Cloud arbeitet, dann ist Planung ohne Cloud sinnlos. Wenn Ihr Unternehmen über eine private Cloud oder interne Datenbanken verfügt, ist vielleicht ein lokaler Ansatz oder eine Hybridlösung angebracht. Daher muss der Anbieter flexibel auf die Anforderungen Ihres Unternehmens reagieren können und zusammen mit Ihnen planen, wie bereits vorhandene Systeme in die neue Lösung integriert, Datenschutz und Datensicherheit gewährleistet und Anpassungsmöglichkeiten und Autonomie für Ihr Team eingebaut werden.

Auf solche Fragen kann ein einfaches RFP („Request for Proposal“ – d. h., eine Ausschreibung) nicht eingehen, denn es geht nicht nur darum, was ein Produkt leistet, sondern auch wie diese Leistung umgesetzt wird. Die Anbieter in der Shortlist sollten daher in der Lage sein, diese grundlegenden unternehmensspezifischen Fragen in interaktiven Workshops zu klären. Anstatt sich auf eine mit Verkaufsargumenten angereicherte Software-Demonstration zu verlassen, überprüfen Sie in einem Machbarkeitsworkshop, ob die Lösung auf die Anforderungen Ihres Unternehmens eingeht.

Es lohnt sich, Zeit und Aufwand zu investieren

Belohnt werden in einem solchen Szenario Sorgfalt und die Bereitschaft, mit dem Partner Zeit und Aufwand zu investieren. Anstatt gleich die Gesamtlösung zu bauen, richten Sie den Blick auf Schlüsselpunkte, wie die Leistung im Hinblick auf tatsächlich anzustellende Berechnungen. Ein Coaching-Ansatz mit Mitarbeitern des Anbieters ist beispielsweise eine Methode, notwendige Kenntnisse schnell in ihr Unternehmen zu integrieren.

Dieser Wertnachweis („Proof of Value“) fungiert außerdem als Katalysator, um andere Stakeholder einzubinden, denn selbst wenn das Controlling letztendlich die Entscheidung trifft, ist es trotzdem wichtig, dass andere Abteilungen der Organisation ebenfalls überzeugt sind. Eine konkrete Demonstration an eigenen Datensätzen ist hierfür ein sehr effektives Mittel.

Erfahren Sie im nächsten Blogbeitrag „Wie integrierte Planung die digitale Transformation beeinflusst“ warum es wichtig ist, „Nice-to-have“- und „Must-have“-Anforderungen zu definieren, frühzeitig weitere Abteilungen einzubinden, und welche Rolle die unternehmensweite Transformation bei der erfolgreichen Implementierung integrierter Planung spielt.