Wir freuen uns, diese Woche einen unserer geschätzten Jedox-Partner aus den USA als Gast im Jedox-Blog begrüßen zu dürfen. Die Experten von Pursuit IQ mit Sitz in Illinois geben einen Überblick über die Geschichte des Enterprise Performance Management und einen einzigartigen Einblick in die Entwicklung des Controllingwerkzeugs.

Ist EPM eine Methode oder ein Werkzeug?

Zuallererst ist es wichtig klarzustellen, dass EPM nicht, wie viele fälschlicherweise glauben, eine Software ist. Vielmehr handelt es sich dabei um ein geschäftliches Bestreben nach mehr Effektivität und Leistung im Unternehmen, indem KPIs festgelegt und gemessen werden. Es ermöglicht dem Management, sowohl auf Herausforderungen als auch auf Chancen auf Projekt-, Bereichs-, Betriebs- und geografischer Ebene sowie auf Niederlassungs- oder Gesamtunternehmensebene besser zu reagieren.

Obwohl EPM nicht nur eine Software ist, ist eine robuste EPM-Softwarelösung ein entscheidender Bestandteil, um den Performance-Management-Prozess zu verbessern und ihn so effizient und effektiv wie möglich zu gestalten. Angesichts der wichtigen Beziehung zwischen Prozessen und Technologie finden sich mittlerweile viele Anbieter am Markt.

Eine kurze Geschichte des EPM

Das Konzept des EPM gibt es schon seit Jahrzehnten. Vor den Fortschritten in der Computer- und Cloud-Technologie wurden EPM-Prozesse und -Lösungen manuell mit Stift und Papier, endlosen persönlichen Treffen, Telefongesprächen und Ähnlichem verwaltet.

In den siebziger und achtziger Jahren wurden die ersten groben Tabellenkalkulations-Softwaretools wie Lotus 1-2-3 und VisiCalc verfügbar, und man begann, sie für Buchhaltungszwecke sowie zur Erfassung von Budgetierungs- und Finanzinformationen für Berichte und Analysen zu verwenden. Mithilfe von Tabellenkalkulationen konnten Controller die Erstellung von Budgets und Berichten verbessern und manuelle Arbeitsblätter ersetzen.

Die Funktionalität und Reichweite der EPM-Lösungen begannen sich nach dem Aufkommen von E-Mail und anderen damit verbundenen Technologien zu erweitern, was wiederum mehreren Parteien die Zusammenarbeit bei der Erstellung gemeinsamer Finanzberichte ermöglichte. Die Internetrevolution hat schließlich zur Etablierung fortschrittlicherer Softwarelösungen für das EPM geführt. Gegen Ende der 1990er Jahre konnten Berichte automatisiert erstellt werden, womit dem Controlling einige Arbeit erleichtert wurde. Auch die legale Konsolidierung der Konten wurde vereinfacht.

Die „Revolution“ des EPM begann während der Dot-Com-Ära. Obwohl es noch keine echte EPM-Technologie gab, stellten mehrere Softwareunternehmen Theorien darüber auf, wie EPM softwareseitig gestaltet werden könnte. Dabei spielten vor allem branchenspezifische Bedürfnisse eine Rolle, um ein höheres Maß an Berichts-, Controlling- und Analysefähigkeiten zusammen mit der Automatisierung des Performance Managements zu erreichen.

Aus unserer Sicht holte die Technologie, die zur Weiterentwicklung dieses Bereichs benötigt wurde, etwa 2005 weiter auf. Die Vorteile der Technologie veranlassten Unternehmen dazu, manuelles, papierbasiertes Performance Management und alte DOS-basierte Systeme abzuschaffen und neuere, effizientere Technologien einzusetzen.

EPM heute

In den letzten Jahrzehnten haben sich die EPM-Lösungen von Windows-basierten Client/Server-Systemen zu internetfähigen, browserbasierten Anwendungen entwickelt. Heute gibt es eine steigende Nachfrage nach Cloud-basierter EPM-Software, auch bekannt als Software as a Service (SaaS). Die Cloud bietet eine erschwingliche Alternative zu On-Premises-Lösungen für EPM, da Kosten gesenkt werden können. So entfällt etwa die Notwendigkeit, zusätzliches IT-Personal einzustellen, ebenso wie kostspielige Infrastruktur und deren Wartung. So können Ressourcen in strategische Wachstumschancen investiert werden, während sich die Mitarbeiter auf Aufgaben mit höherem Mehrwert konzentrieren können.

Während des letzten Jahrzehnts haben wir das Aufkommen von EPM-Lösungen mit unglaublich komplexen, eigenständigen, modularen und cloud-basierten Produkten erlebt, die die Grenzen des Performance-Managements erweitern. EPM-Lösungen werden eingesetzt, um die Leistung in allen Unternehmensbereichen auf konsistente, effiziente Weise zu messen und verbesserte Ergebnisse zu liefern. Darüber hinaus verbindet es auf effektive Weise operative und unterstützende Geschäftsfunktionen miteinander und konsolidiert Informationen über Unternehmenskennzahlen.

Die Einordnung der EPM-Daten in den Finanzkontext trägt dazu bei, ansonsten scheinbar sinnlose, technische Daten in eine sinnvolle Verbindung zu bringen, und ermöglicht es, dass Managemententscheidungen erklärbar, vertretbar und informiert durchführbar sind. Die Fähigkeit, Entscheidungen zu erklären, zu verteidigen und auszuführen, ist u. a. der Schlüssel zur Verbesserung der langfristigen Geschäftsstrategie.

Schlussfolgerung

Erfahrene EPM-Berater werden Ihnen sagen, dass die Implementierung der richtigen Lösung, die auf die Bedürfnisse Ihres Unternehmens zugeschnitten ist, Zeit braucht. Doch gerade hier sind wichtige Gespräche mit Ihrem EPM-Lösungsanbieter für den Erfolg entscheidend:

  • Erfüllt die EPM-Lösung die Bedürfnisse Ihres Unternehmens?
  • Benötigt Ihr Team spezielle Programmierkenntnisse, um sie zu nutzen?
  • Lassen sich Dashboards leicht an Ihre Bedürfnisse anpassen?
  • Haben Sie eine Lösung mit konkurrenzloser Flexibilität gewählt, um Ihr eigenes Modell zu erstellen?
  • Bietet die Lösung eine schnelle und einfache Verbindung zu Ihren bestehenden Datenbanken?
  • Und zu guter Letzt: Bietet die Lösung branchenführende Implementierungszeiten?

Die Entwicklung des Enterprise Performance Management bringt uns zum heutigen Tag: Eine wirklich moderne EPM-Lösung bietet Ihrem Unternehmen eine solide Grundlage, um die Agilität, Flexibilität und Resilienz zu erhöhen.